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Wir können nicht immer nur warten …

Seit dem 11. September war der Radweg zwischen Rodheim und Krofdorf unterhalb der Einfahrt zur Reithalle stark mit Rollsplitt verunreinigt. Diese Verunreinigung stellte eine Gefährdung der Radfahrer dar. Es ist auch schon zu Stürzen gekommen. Ein Hinweis im persönlichen Gespräch mit dem Bürgermeister blieb genauso folgenlos wie eine E-Mail. Warum die Gemeinde nicht in der Lage war, die Gefährdungssituation zu beheben, weiß ich auch nicht. Jedenfalls wollten wir (Hendryk und ich) uns über diesen Missstand nicht länger ärgern und haben deshalb selbst zu Schaufel und Besen gegriffen.

Sonntagmittag in Biebertal: Hendryk Gaidies und Siggi Gröf bringen den Radweg in Ordnung

Sonntagmittag in Biebertal: Hendryk Gaidies und Siggi Gröf bringen den Radweg in Ordnung

Wir sind der Meinung, dass die Bürgerinnen und Bürger auch selbst Verantwortung dafür tragen, dass das Leben in Biebertal lebenswert bleibt und vielleicht sogar noch lebenswerter wird. Dafür ist nicht nur “die Gemeinde” verantwortlich. Allerdings gehört die Reinigung von Radwegen sicherlich nicht zu diesem Aufgabengebiet. Und wenn die Gemeinde Biebertal vom Radtourismus an der Lahn profitieren will, dann muss sie sich auch den damit verbundenen Aufgaben stellen. Dazu gehört es dann auch, die Radwege regelmäßig zu kontrollieren und ggf. auftretende Verunreinigungen und Gefährdungen zu beseitigen.

Jetzt sind wir aber erst einmal froh, dass diese Gefahrensituation beseitigt ist. Sollte der Bauhof die Beseitigung des Splitts schon eingeplant haben und wir sind ihnen zuvorgekommen, könnte ich problemlos noch eine ganze Reihe anderer (nicht ganz so gefährlicher) Verunreinigungen auf den Radwegen rundum Biebertal nennen.

Wir wünschen allen Radfahrerinnen und Radfahrern “Gute Fahrt!”

Ergänzung: Jetzt auch in der Gießener Zeitung.

Die ausgezeichnete Ilse Schrape

ilseehrenbriefHerzlichen Glückwunsch, liebe Ilse!

Am 25. August 2011 wurde Ilse Schrape im Rahmen der Gemeindevertretersitzung Biebertal von der Landrätin Anita Schneider für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Hier ihre Rede im Wortlaut:

Wenn Ehrungen beginnen, dann wird man nachdenklich: man ist älter geworden.

Meine Damen und Herren,
ich danke für die öffentliche Anerkennung meiner politischen Arbeit als Abgeordnete auf Gemeinde- und Kreisebene.
Ich hatte zunächst Vorbehalte, diese persönliche Ehrung anzunehmen.

Aber dann wurde mir klar, dass ich damit auch für meine Arbeit als vom Volk gewählte Abgeordnete der Grünen geehrt werde, einer relativ jungen Partei. Und für uns Grüne ist das noch nicht so häufig der Fall. Ich selbst bin seit 1984 Mitglied der Grünen, nach langem Engagement in der Anti-Atom-Bewegung. Da komme ich her. Seitdem mische ich mich mit Ausdauer ein, die Verhältnisse ökologisch und sozial zu verbessern. Und ich halte es für selbstverständlich, das politisch immer dort zu tun, wo ich lebe.

Meine Damen und Herren,
wer geehrt wird, kann nur so gut sein, wie die Menschen, mit denen er zusammenarbeitet. Insofern verstehe ich die heutige Ehrung auch als Anerkennung für meine Mitstreiter bei den Grünen. Dafür danke ich.

Dazu der Gießener Anzeiger: Engagement zweier Biebertaler gewürdigt